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Innerer Schweinehund – Prokrastination 

Wie kommst du ins Tun?

Artikel von Roman Linke. Er war Tänzer des Bayerischen Staatsballetts und ist nun als Ballettpädagoge, Choreograph und Regisseur tätig. Seit 1993 Leiter der Ballettschule Bartosch-Linke in Rosenheim.

Lesezeit:  4 Minuten

Innerer Schweinehund – Prokrastination 

Prokrastination ist KEINE Faulheit! Prokrastination ist im Gegensatz zu Faulheit ein aktiver Prozess, denn Faulsein bedeutet, nichts zu tun. Menschen, die unter Prokrastination leiden vermeiden zwar bestimmte Tätigkeiten, beschäftigen sich stattdessen mit anderen Dingen. Diese müssen nicht zwangsläufig schönere Dinge sein.

Du möchtest dich dehnen, kannst dich aber nicht überwinden jeden Tag an deiner Beweglichkeit zu arbeiten? Hier X Tipps, wie du deinen inneren Schweinehund überwinden wirst.

  • Schaffe dir ein konkretes Ziel! Die Idee  „Ich will beweglicher werden“  ist zu allgemein. Finde etwas, das du gut visualisieren kannst. Zum Beispiel:   „Ich verbessere meinen Spagat vorwärts auf beiden Seiten.“ 
  • Nimm dir NICHT zu viel auf einmal vor!  Bleiben wir beim Beispiel Spagat: Wenn du heute deinen Schritt mit gestreckten Knien etwa 20 Zentimeter über den Boden hast, ist es unrealistisch und meist körperlich unmöglich in 14 Tagen im Split auf dem Boden sitzen zu können. 
  • Teilen dir die Aufgabe in kleine Schritte auf. Denk an Romans Spruch: Mühsam das Eichhörnchen!   Das bedeutet – kleine Schritte / kurze Trainingseinheiten dafür immer mehrere über den Tag / die Woche verteilt.
  • Feste Zeitpunkte  Lege dir täglich einen oder mehrere feste Zeitpunkte fest, an dem du an deinem Ziel arbeitest. (Morgens gleich nach dem Aufstehen oder gleich wenn ich aus der Schule komme)
  • Schaffe dir Erinnerungshilfen. Stell dir einen Wecker, aktiviere auf deinem Handy die Erinnerungsfunktion oder lass dich von deinen Eltern erinnern.
  • Belohne dich auch für kleine Erfolge. Heute eine Trainingseinheit mehr geschafft als geplant, mach was schönes mit deinen Freunden. Heute die erste sichtbare Verbesserung – du hast dir eine Belohnung verdient!
  • Reflektiere deinen Trainingsplan. Überlege was gut geklappt hat oder welche Situationen dich aufgehalten haben. Was willst du verändern? Uhrzeiten? Häufigkeit? Den Ort?

Ich empfehle zudem, sich Unterstützung zu suchen. Sprich mit deiner Lehrerin / deinem Lehrer über dein Vorhaben. Die Lehrpersonen haben, da sie dich genau kennen, sicher einige Tips, speziell auf deinen Körper zugeschnitten. Wenn ich persönlich nicht all zu viel von Wettbewerben halte, eine Challenge mit einer Freundin oder einem Mitschüler kann sehr motivierend wirken.  

Zusammenfassung:

  • Schaffe dir ein konkretes Ziel!
  • Nimm dir NICHT zu viel auf einmal vor! 
  • Teilen dir die Aufgabe in kleine Schritte auf.
  • Feste Zeiten einplanen
  • Sorge für Erinnerungen und Unterstützung von außen
  • Feiere deine Erfolge und belohne dich

Diese Tips funktionieren auch für die Schule z.B. beim Vokabellernen!

Viel Erfolg!

Dein Roman Linke 

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